Wedding Planning – Tipps für die Braut

Die eigene Hochzeit – wie schön und wunderbar aufregend! Aber so eine Planung ist nicht ganz einfach, also tief durchatmen, macht euch keinen Stress und lasst euch vor allem nicht durch andere stressen.

Bei unserer Hochzeitsplanung sind mir ein paar Dinge aufgefallen, positive und auch negative, die ich gern mit euch teilen möchte, als Anregung, Tipp oder Hilfestellung für euch.

Außerdem möchte ich euch Mut machen falls die Planung nicht ganz so verläuft wie ihr es euch wünscht, oder auch die eine oder andere Person in eurem Umfeld auf eure Hochzeit nicht so reagiert wie erwartet. Eines müsst ihr euch immer wieder sagen:

Es ist ganz allein eure Hochzeit!

Ihr heiratet genauso wie ihr möchtet! Ihr möchtet durchbrennen? Eine freie Trauung? Eine romantische kirchliche Hochzeit im Sommer? Oder eine Winterhochzeit? Lasst euch da nicht reinquatschen. Jeder, wirklich jeder, hat dazu natürlich eine Meinung, aber die ist ja subjektiv. Für den einen muss es eine Sommerhochzeit sein, der andere möchte vielleicht im Dezember heiraten. Da muss ich leider sagen – unqualifizierte Meinungen gibt es viele!

Egal wie ihr euch entscheidet, es wird immer jemand dabei sein dem eure Vorstellungen missfallen. Die einen werden es gut finden wie ihr heiraten möchtet, die anderen nicht.

Wichtig ist nur eins: eure Wünsche!

Ihr müsst es niemandem recht machen, nur euch selbst. Wenn euch das alles zu viel wird, zu laut, und ihr bei all den Meinungen von Freunden und Familie gar nicht mehr auf euch hören könnt, dann zieht die Notbremse. Ich musste das leider auch machen, aber im Endeffekt war es die beste Entscheidung. Ich bin wirklich richtig aggressiv geworden durch die Penetranz und Miesmacherei einiger Leute. Wir haben ja im Januar geheiratet, der „schlimmste“ Monat für eine Hochzeit – wenn man einer selbsternannten Hochzeitsexpertin glauben will – da durften wir uns also einiges anhören, auch zu jedem anderen Punkt unserer Planung wenn ich ehrlich bin.

Aber da hilft wirklich nur eins: Sagt den Leuten klipp und klar das sie euch nerven mit ihren Kommentaren, vielleicht sogar verletzen, und alles andere als hilfreich sind. Manchmal merken wir ja gar nicht was wir mit unseren Worten anrichten. Wir hauen unsere Meinung raus ohne zu Bedenken das diese bei unserem Gegenüber vielleicht gar nicht so gut ankommt. Also weist die Muffel freundlich aber bestimmt in ihre Schranken.

Falls das nichts bringt: Schließt die Miesmacher aus. Besprecht und plant mit den Leuten die euch unterstützen, die euch ermutigen, die positiv sind, anstatt euch von der negativen Energie anstecken zu lassen. Wenn unter den Miesmachern nun Personen sind die euch sehr nahe stehen, wird euch das vielleicht schwer fallen, aber ihr werdet es den Stinkstiefeln sowieso nicht recht machen können. Also, auch wenn’s schwer fällt, lasst sie einfach außen vor. Eure Hochzeitsplanung soll positiv sein und spannend und aufregend, und nicht durch negative Energien vergiftet werden.

Auch beim Rahmenprogramm geht es ganz allein darum was euch beiden gefällt. Ihr habt Lust auf Hochzeitsspiele? Dann spannt die Trauzeugen ein! Entweder ihr lasst euch überraschen und lasst euren Trauzeugen freie Hand, wenn ihr aber bestimmte Vorstellungen und Wünsche habt, dann kommuniziert das klipp und klar, auch wenn ihr gar keine Spiele wollt. Das gilt auch für „Traditionen“ wie zum Beispiel das Brautstraußwerfen. Wenn ihr euch dafür entscheidet würde ich empfehlen einen kleinen hübschen extra Strauß anfertigen zu lassen, denn euren Brautstrauß wollt ihr sicher nicht werfen und der Trauzeugin ihren Strauß wegzunehmen ist auch nicht nett.

Der Antrag

Altmodisch oder nicht, nach wie vor macht ja meistens der Mann den Antrag. Auf ihm lastet also ein enormer Erwartungsdruck weil das TV uns vorlebt wie ein Antrag auszusehen hat. Möglichst spektakulär und natürlich extrem romantisch. Allerdings ist nicht jeder ein Showman und auch nicht jede Frau wünscht sich ihren Antrag als Riesenevent mit Publikum. Da müsst ihr einfach in euch hineinhören (derjenige der den Antrag plant) und nicht enttäuscht sein (derjenige der den Antrag bekommt) wenn der Antrag anders wird als ihr erwartet habt. Es ist schon nervenaufreibend genug diese Frage zu stellen, da kann Mann nicht auch noch eine TV-reife Bühnenshow auf die Beine stellen. Also liebe Bräute, habt ein bisschen Verständnis.

Mein Mann hat mir einen ganz süßen romantischen Antrag auf den Malediven gemacht, aber ohne Publikum, weil er wusste das das mein absoluter Albtraum gewesen wäre.

Nach dem Antrag schwebt ihr bestimmt auf Wolke 7 und wollt es am liebsten allen erzählen. Perfekt, da spricht natürlich nichts dagegen. Es kann aber auch sein, das ihr nicht sofort allen Bescheid sagen möchtet, und auch das perfekt. Ihr entscheidet ganz allein, da gibt es keine Regeln. Ihr gebt eure Verlobung so und zu dem Zeitpunkt bekannt zu dem ihr es möchtet, denn, sobald die Katze aus dem Sack ist werdet ihr permanent mit Fragen zur Hochzeit bombardiert, glaubt mir.

Der Hochzeitstermin

Die allererste Frage ist natürlich die nach dem Hochzeitstermin. Doch im Normalfall hat man ja nicht sofort einen Termin parat, wie auch, und das ist auch in Ordnung. Ich habe Freunden/Familie relativ schnell von unserer Verlobung erzählt und wurde auch sofort von allen mit der Terminfrage bombardiert, mit echt merkwürdigen Reaktionen als ich noch kein Datum nennen konnte. Daraufhin bekam ich unzählige Male folgende Reaktion:

„Also ihr müßt aber innerhalb des nächsten Jahres heiraten.“

Ach so, müssen wir? Wer sagt das?

Natürlich nicht! Lasst euch nicht verrückt machen. Ihr bestimmt den Termin. Oftmals ist der ja auch abhängig von der Location in der ihr feiern möchtet. Also tief durchatmen und die Kommentare abprallen lassen. Ihr habt alle Zeit der Welt um in Ruhe einen Termin auszusuchen der euch beiden zusagt. Und wenn eure Traumlocation erst in 1,5 Jahren buchbar ist, dann ist das eben so.

Wir haben ca. 1,5 Jahre nach dem Antrag geheiratet und ich bin froh das wir uns Zeit gelassen haben um in Ruhe zu überlegen wie wir heiraten möchten. Anders herum könnt ihr selbstverständlich auch den nächsten freien Termin beim Standesamt buchen, das liegt natürlich ganz bei euch. Wenn ihr aber groß feiern möchtet, mit allem drum und dran (und keinen Weddingplanner habt) würde ich euch empfehlen euch die Zeit zu nehmen alles in Ruhe zu planen. So könnt ihr vergleichen und abwägen, Ideen verwerfen und neue realisieren ohne dabei vor Stress verrückt zu werden.

Große Party oder gemütliches Essen in entspannter kleiner Runde?

Es geht nicht darum eine große Party für Freunde und Familie zu organisieren, es sei denn ihr möchtet das. Es geht darum eure Liebe zu feiern und ihr entscheidet in welchem Rahmen das passiert.

Wenn ihr größer feiern möchtet, dann würde ich euch empfehlen als erstes die Location zu buchen, vor allem wenn ihr die typischen Hochzeitsmonate anpeilt. (Damit verbunden natürlich auch beim Standesamt die Termine checken!) Viele Locations sind wirklich extrem weit im voraus ausgebucht. Das Problem hatten wir nicht, ihr erinnert euch – der Januar – aber es schadet nicht sich frühzeitig die Wunschlocation zu sichern, denn viele Punkte aus der Planung bauen darauf auf. Feiert ihr zum Beispiel in einem Restaurant oder müssen Essen und Getränke extern über einen Caterer organisiert werden? Passt euer Traumkleid zu eurer Traumlocation? Welcher Deko-Stil passt zur Location? Da gibt es ja haufenweise Fragen zu klären.

Ich wusste zum Beispiel sofort das ich im Winter heiraten möchte, in einem langärmligen Kleid, am liebsten in einer Scheune oder einem alten Hof. Wir haben in Bremen auf dem Lür-Kropp-Hof geheiratet und der war einfach perfekt für die Jahreszeit und unsere Vorstellung von einer Winterhochzeit.

Das Kleid

Der wichtigste Punkt bei der Hochzeitsplanung! Ok, ok, vielleicht nicht DER wichtigste, aber ein sehr wichtiger, denn jede Braut wünscht sich doch in ihrem Traumkleid zu heiraten und nicht in einem Kleid das man ganz ok findet, oder?

Auch das Kleid ist wieder ein ganz individueller Punkt. Ich war zum Beispiel nie jemand der im Vorfeld seine Hochzeit geplant hat. Natürlich denkt man mal darüber nach, aber es gibt ja Mädels die haben schon in der Grundschule ihr Farbschema ausgetüftelt. Was ich allerdings immer gern gemacht habe ist diese Hochzeitsshows im TV zu gucken, „Say yes to the dress“ oder „Something borrowed, something new“ – kleidertechnisch wusste ich also immer was der Markt hergibt. Ich wusste aber auch sofort das ich keine klassische Braut bin. Ich wollte keine Prinzessin oder A-Linie und in einer Meerjungfrau kann ich mich nicht bewegen. Außerdem wollte ich unbedingt ein langärmliges Kleid, im Vintage-Boho Stil und nicht so sahnetörtchenmäßig, aber die Kleider in den Geschäften hier im Großraum Bremen haben mir null gefallen, wirklich gar nicht. Nicht nur das Aussehen, auch die Stoffe. Außerdem waren die Kleider schwer und kratzig und einfach nicht das was ich wollte.

Wie jedes Mädchen habe ich natürlich nach dem Antrag angefangen mir auf Pinterest eine Hochzeitspinnwand zu erstellen ( – ist ja klar, oder?). Ich glaube eines der populärsten langärmligen Kleider auf Pinterest ist Inca von Grace Loves Lace, ein absoluter Traum! Mein Pinterest-Favorit war ein anderes Model der australischen Designerin. Da es in Deutschland aber kein Geschäft gibt das diese Marke führt habe ich es abgehakt und tatsächlich einen Termin in einem Brautmodengeschäft gemacht – wenn auch mehr für meine Mama als für mich. Ich hatte auf diesen Anprobiermarathon wie er im TV zelebriert wird einfach keine Lust – aber auch hier gilt selbstverständlich: ihr macht das was ihr möchtet! Ihr möchtet den Moment voll auskosten mit allem drum und dran? Dann verzichtet auch nicht darauf!

Für mich war das wie gesagt nichts, aber ich wollte meiner Mama diesen Moment ermöglichen.

Wenn ihr Brautkleider im Geschäft anschaut neigen einige Verkäuferinnen dazu den zukünftigen Bräuten Kleider aufzuschwatzen, das habe ich auch bei meinem Termin gemerkt. Ich hatte ja nun ein langärmliges Modell im Kopf, und das machte es der Verkäuferin nicht einfacher. Langärmlige Modelle gibt es eh nicht so viele, also wurden mir Sommerkleider vorgeschlagen, darüber könne man ja eine weiße Strickjacke oder einen großen Schal tragen. Natürlich könnte man das, aber dann sieht man ja nichts vom Kleid! Abgesehen davon war das auch nicht der Look den ich wollte. Mir wurde dann unter anderem auch gesagt, ich müsse meine Arme ja nicht verstecken, ob ich nicht doch dieses oder jenes Kleid in Betracht ziehen würde. Netter Versuch, doch darum geht es ja nicht. Ich hab nichts gegen meine Arme, aber ich wollte ein langärmliges Kleid! Auch eure Begleiter/innen werde sicher ihre eigenen Meinungen zu den Kleidern haben. Man wird also vermutlich von allen Seiten auf euch einreden, aber bleibt stark. Lasst euch nicht zu etwas überreden das ihr nicht möchtet!

Nun habe ich als alter Onlineshopper trotzdem mein Traumkleid nicht vergessen können und bin einfach auf die Homepage der Designerin gegangen – und siehe da: die Kleider werden weltweit versendet! Ich bin fast umgekippt als ich das gelesen habe! Da war für mich klar, es gibt kein anderes Kleid für mich!

Was ich damit sagen möchte, manchmal lohnt es sich tatsächlich ein bisschen zu recherchieren! Also schreibt euer Pinterest-Traumkeid nicht sofort ab! Falls ihr wie ich eher schlichtere Kleider mögt, also keine bauschige Prinzessin, aber nicht so viel Geld ausgeben könnt oder wollt schaut mal bei ASOS. Dort gibt es wirklich wunderschöne Kleider zu echt guten Preisen. Anpassen lassen könnt ihr diese notfalls ja auch.

Die Entscheidung mein Kleid im Internet zu bestellen – ohne es vorher live gesehen und anprobiert zu haben – hat mir natürlich wieder unqualifizierte Kommentare und Spott eingebracht hat. Aber ich wusste was ich tue. Ich weiß was mir steht und ich weiß ganz genau wer ich bin. Mir ist klar das einigen von euch das sicher zu riskant ist, und das ist auch ok. Ich möchte nur zeigen das es verschiedene Möglichkeiten gibt wenn man in den Geschäften vielleicht nicht fündig wird.

Mein Kleid war bzw. ist perfekt! Ich hätte es mir nicht anders wünschen können. Es kam zum vereinbarten Termin an, es saß perfekt und ist einfach wunderschön und einzigartig!

Hätte ich also auf die Stinkstiefel gehört, hätte mich das um mein Traumkleid gebracht. Auch wenn es euch schwer fällt, ihr müsst euch selbst vertrauen und auf euer Herz hören. Es ist euer Kleid! Niemand sollte euch da reinquatschen. Ich weiß, oftmals zahlen die Eltern das Kleid und fühlen sich dadurch berechtigt zu entscheiden was ihr tragt, aber das ist meiner Meinung nach kompletter Unsinn und das darf man den Eltern auch freundlich aber bestimmt sagen. Niemand sollte euch zwingen ein Kleid zu tragen mit dem ihr unglücklich seid. Das gilt genauso für Makeup und Accessoires. Steht zu eurer Meinung. Wenn ihr euch später am Hochzeitstag unwohl fühlt wird man das auf den Bildern sehen.

Die Ringe

Eheringe dürfen natürlich nicht fehlen. Ich weiß, es gibt auch viele Menschen die das mittlerweile überholt finden, aber ich mag sie. Für mich ist es ein Zeichen das wir zusammengehören. Darum wollten wir auch einzigartige Ringe die zu uns passen, die uns und unsere Beziehung repräsentieren. Die Standardmodelle kamen daher für uns nicht in Frage. Wenn ihr euch individuelle Ringe wünscht, gibt es natürlich viele verschiedene Möglichkeiten. Man kann sich seine Wunschringe z. B. selbst designen bei einem Goldschmied und entsprechend anfertigen lassen, was ich eine wunderschöne Idee finde, doch ist dies natürlich alles eine Kostenfrage. Selbst beim Standardjuwelier sind Eheringe recht teuer, auch in einfacher Ausführung. Uns hat hier tatsächlich wieder meine Pinterest-Hochzeitspinnwand geholfen. Wir hatten ganz tolle Ringe entdeckt, in die eine Weltkarte eingraviert ist. Wir haben also bei verschiedenen Juwelieren angefragt ob sie uns Ringe in dem Stil anfertigen können, aber die Antworten bzw. die Modelle waren sehr ernüchternd. Lasst euch nicht von Verkäufern die ein dickes Geschäft mit euch machen wollen überrumpeln und zu Ringen überreden die ihr eigentlich nicht möchtet. Uns hat man auch viele Geschichten aufgetischt, aber man sollte keine Ringe kaufen die einem nicht gefallen.

Wir haben unsere Ringe letztendlich bei einer ukrainischen Goldschmiedin anfertigen lassen, die ganz genau so geworden sind wie wir es uns gewünscht haben. Manchmal muss man einfach ein bisschen outside of the box denken. Gerade wenn man alles gern ein bisschen individueller mag zahlt es sich aus wenn man sich bei der Planung einfach Zeit lässt. Das haben wir immer wieder gemerkt.

(Vegane) Hochzeitstorte – ja oder nein?

Bei der Torte scheiden sich ja die Geister. Sie ist natürlich ein großer zusätzlicher Kostenfaktor, und nicht jeder mag Torte, gerade um 12:00 Uhr nachts ( – die Standard-Tortenzeit). Ich wollte aber auf eine Torte nicht verzichten. Zum einen weil ich auf Torte stehe und zum anderen weil ich den Hatern zeigen wollte wie fantastisch eine vegane Torte schmecken kann. Doch wer hätte gedacht das die Torte so problematisch wird, denn vegane Torten zu bekommen gestaltet sich in der Weltstadt Bremen ein wenig schwer. Ich habe auf meine Anfragen die abenteuerlichsten Antworten bekommen. Meine Lieblingsantwort: „Leider haben wir dafür weder die Rohstoffe noch die Erfahrung.“ Erfahrung ok, aber welche Rohstoffe?! Da wusste ich echt nicht ob ich lachen oder weinen soll.

Wichtig bei der Planung der Torte ist tatsächlich auch der Hochzeitstermin, wenn ihr außerhalb der typischen Hochzeitsmonate heiraten möchtet. Die eine oder andere Konditorei könnte dann nämlich Betriebsferien haben. Das sollte man auf jeden Fall frühzeitig abklären. Das Problem hatten wir nämlich. Nach langem Suchen hatte ich zwei Konditoreien gefunden die vegane Torten herstellen, aber beide haben im Januar Betriebsferien – da im Januar offenbar niemand außer uns heiratet.

Google sei dank haben wir aber eine ganz, ganz tolle Konditorin in Achim gefunden die uns wirklich die perfekte vegane Torte gezaubert hat. Alle Gäste (inklusive der Stinkstiefel) waren ausnahmslos begeistert.

Wir hatten unsere Torte übrigens zum Nachtisch und das kam bei den Gästen gut an. Die Gäste sind noch fitter und aufnahmebereiter, denn zu später Stunde sind bei dem einen oder anderen ja bereits alle Lampen an und wie schon gesagt – nicht jeder hat nachts Lust auf Torte. Das wäre also auf jeden Fall eine Überlegung wert und bei eurem Hochzeitsmenü könnt ihr dann den Nachtisch einsparen.

Essen und Getränke

Da unsere Location über kein Restaurant verfügte mussten wir unser Essen bei einem externen Caterer bestellen, was aber überhaupt kein Problem war. Bei der Menüwahl haben wir einfach auf unseren Bauch gehört. Wie auch zu allen anderen Punkten gab es natürlich auch zur Menüauswahl reichlich nervige Kommentare, aber mal ehrlich, das Essen ist einer der größten Kostenfaktoren! Eine Auswahl verschiedener Gerichte ist gut, aber ihr müsst es nicht jedem Recht machen. Wenn ich auf eine Hochzeit eingeladen bin erwarte ich auch nicht das mir 10 verschiedene vegane Gerichte kredenzt werden.

Es gibt auch preiswerte, leckere Optionen. Man kann zum Beispiel auch bei der Besprechung mit Caterer oder Restaurant von Anfang an sein Budget nennen, dann erlebt man später keine böse Überraschung oder Enttäuschung.

Auch die Getränke sind ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Wir haben unsere Getränke direkt im Getränkemarkt gekauft, auf Kommission, so kann man nämlich die übergebliebenen Getränke einfach und problemlos zurückgeben.

Was die Auswahl der Getränke angeht würde ich mich nicht genötigt fühlen diverse Longdrinks oder sogar Cocktails anzubieten (es sei denn ihr habt ein Riesenbudget). Wir haben uns auf Wein, Sekt, Bier, Wodka, Rum, Softdrinks und Kaffee beschränkt, sowie zwei verschieden Schnäpse.

Ihr kennt eure Gäste ja am besten. Wenn zum Beispiel niemand Rotwein trinkt, dann verzichtet darauf und kauft ihn nicht nur weil irgendjemand findet Rotwein gehöre zur Etikette.

DJ und Musik

Wenn man nicht gerade einen DJ kennt oder empfohlen bekommt ist es nicht ganz einfach einen guten DJ zu finden. Ich war schon auf Parties die durch einen schlechten DJ wirklich komplett ruiniert wurden. Wenn die Musik nicht passt kommt keine Stimmung auf. Also hört euch um bei Freunden und Kollegen, es gibt bestimmt jemanden der jemanden kennt der einen guten DJ an der Hand hat.

Ich würde auch empfehlen vor der Hochzeit eine Liste mit Songs zu machen die ihr (und eure Gäste) unbedingt hören möchtet. Die könnt ihr eurem DJ dann ein paar Wochen vor der Hochzeit geben, dann kann er sich vorbereiten und weiß in etwa was ihr hören möchtet. Das gilt auch für Songs die ihr gar nicht mögt und partout nicht hören wollt. Wir hatten tatsächlich eine No-Go-Liste.

Der Fotograf

Einer DER größten Posten auf der Rechnung. Ich bin wirklich mehrfach halb vom Stuhl gefallen als ich gelesen und gehört habe was manche Hochzeitsfotografen für Preise haben. Teilweise ist das wirklich frech!

Natürlich möchte man aber gute und hochwertige Fotos, gerade wenn man selbst viel fotografiert so wie wir, und da einfach viel Wert drauf legt.

Wenn ihr möchtet das der Fotograf euch den ganzen Tag begleitet, von Frisör über Make Up, Trauung, Portraits und Familienbilder bis hin zur Party, dann müsst ihr tief in die Tasche greifen – es tut mit leid, das ist wirklich die Wahrheit. Da seid ihr locker mit EUR 2500 dabei und das geht sogar hoch bis EUR 3200! (Jedenfalls bei den Fotografen die wie angefragt hatten.) Nun kann man natürlich auch sagen, hey ich schaue mal auf dem schwarzen Brett oder bei Ebay-Kleinanzeigen, und das ist auch vollkommen ok, aber wenn ihr professionelle Bilder möchtet tut euch den Gefallen und bucht keinen Hobbyfotografen. Und selbst bei den professionellen Hochzeitsfotografen gibt es himmelweite Unterschiede. Hier lohnt es sich wirklich die Homepages zu studieren, auch die Social-Media-Seiten. Wenn ihr auf den Preis schauen müßt, dann ist es wirklich eine Überlegung wert den Fotografen nur den halben Tag zu buchen, also entweder für Vorbereitung, Trauung, Portraits und Familienbilder, oder erst ab Trauung aber bis zum Ende der Party. Da wisst ihr ja am besten welche Bilder für euch ein Muss sind.

Wir hatten unsere Fotografin zum Beispiel ab der Trauung und für Familienbilder, Portraits, und die Location vor der Feier, so das noch die Blumen und Deko fotografiert werden konnten. Für die Party hatten wir dann eine Fotobox (die übrigens immer der Renner ist) die unser DJ gestellt hat, und unser DJ hat ebenfalls Bilder auf der Party gemacht, zu einem wirklich guten Komplettpreis. Ihr seht, da gibt es auch viele verschiedene Möglichkeiten.

Wir hatten das Glück das die Kusine einer sehr lieben und guten Freundin von mir Fotografin ist und haben sie gebeten bei uns zu fotografieren. Wir wussten wie sie arbeitet und wie ihre Bilder aussehen. Doch uns ist dann leider der Albtraum schlechthin passiert, einen Tag vor unserer Hochzeit ist unsere Fotografin schwer krank geworden uns musste schweren Herzens absagen. Sie hat aber für einen ganz tollen Ersatz gesorgt. Das ist etwas das ihr definitiv ansprechen solltet bei eurem Fotografen. Fragt ihn oder sie unbedingt ob es für den Fall der Fälle ein Backup gibt, denn das letzte was ihr wollt ist wenige Tage vor eurer Hochzeit auf Teufel komm raus einen Ersatzfotografen zu suchen.

Ein letzter Tipp…

… der so gar nichts mit dem Rest zu tun hat, aber den ich wunderschön finde:

Wir verknüpfen Erinnerungen ja ganz stark mit Gerüchen, vielleicht ist euch das auch schon einmal aufgefallen. Darum finde ich es eine ganz tolle Idee einen besonderen Duft zu wählen den ihr an eurem Hochzeitstag tragt, denn er wird euch immer an diesen Tag erinnern.

Lasst mich gern wissen wie ihr eure Hochzeit geplant habt bzw. wie eure Planung vielleicht sogar aktuell abläuft. Findet ihr euch wieder in meinen Erfahrungen oder wie war es bei euch?

+++ Es bestehen mit keiner der genannten Marken/Firmen Kooperationen oder dergleichen +++

Pictures 1-5 + 7 by Lidia Dering Photography / Picture 6 by Robert Klein

Verfasst von

Storyteller. Traveler. Nature Lover.

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