Fünf Minuten Auszeit

Als ich nach meinem Sabbatical zurück nach Deutschland kam war ich fest davon überzeugt das ich die Prioritäten in meinem Leben nun anders setzen werde. Ich wollte mehr Freizeit, mehr Zeit für mich und die Zeit die ich habe einfach sinnvoller nutzen.

Doch ich wurde nach und nach wieder vollkommen in einen Alltag aus Arbeit und Zeitdruck hineingesogen, deutlich schneller als ich mir hätte träumen lassen.

Ich musste auch schnell feststellen, dass das Arbeiten an sich ganz anders geworden ist.

Ein trauriges Sprichwort besagt „Geld regiert die Welt.“ Alles muss billiger produziert werden damit der größtmögliche Gewinn erzielt werden kann. Egal was dabei auf der Strecke bleibt. Schneller, höher, weiter, aber bitte zum billigsten Preis. Selbsverständlich ist das nicht neu, aber das Tempo, das ist neu.

Das baut enormen Druck auf, dem man sich – gerade im Berufsleben – nur bis zu einem gewissen Grad entziehen kann. Wenn man ein verantwortungsbewusster Mensch ist, wird es umso schwerer.

Außerdem haben sich die Menschen verändert. Sie sind unzufrieden, gestresst, verständnislos und deutlich egoistischer als noch vor einiger Zeit. Diese Entwicklung beobachte ich sowohl auf der Arbeit als auch privat bzw. im alltäglichen Leben.

In den letzten Wochen und Monaten hat mein persönliches Stress-Level dadurch extrem zugenommen. Sogar so sehr, das ich mich total überrollt und wirklich vollkommen ausgelaugt fühle.

Bei mir liegt das größtenteils an meiner Arbeit, doch auch privat tue ich mich schwer damit mir einfach mal Zeit für mich zu nehmen, auch wenn es nur 5 oder 10 Minuten sind, in denen ich wirklich nichts tue. Witzigerweise war das nicht immer so. Früher ist mir das nicht so schwer gefallen, doch heute gibt es immer Dinge die ich machen wollte, etwas lesen, schreiben, googlen, kochen, nachschlagen, anschauen, mit jemandem telefonieren oder treffen. Im Endeffekt fühle ich mich dann so überfordert das ich gar nichts mehr schaffe.

Ich bin mir sicher jeder von uns kennt solche Situationen.

Um so wichtiger ist es, sie zu erkennen und etwas dagegen zu tun. Schon allein die Tatsache sich einzugestehen das man extrem gestresst ist kann für viele sehr schwer sein, auch für mich. Aber es ist nichts dabei. Wir leben in einer Welt die so schnelllebig geworden ist, das schon Grundschulkinder dermaßen gestresst sind das sie mit Migräneattacken und Burnout zu kämpfen haben.

Das ist ganz gewiss nicht normal und auch nicht akzeptabel.

Wir müssen etwas dagegen tun.

Ich habe für mich einen Weg gefunden, ein paar Minuten nur für mich zu reservieren. In diesen Minuten höre ich tief in mich hinein, durch Meditation.

Dafür muss man kein Experte sein. Ich bin selbst absoluter Anfänger, doch es funktioniert und mir persönlich hilft es wirklich sehr. Angefangen hat alles mit einer kostenlosen Meditations-App die ich ganz zufällig entdeckt habe. Ich wusste, das ich etwas tun muss also habe ich es einfach ausprobiert. Solche Apps können den Anfang erleichtern, sind aber selbstverständlich kein Muss.

Ich zeige Euch eine Meditation für die Ihr gar nichts weiter braucht als einen bequemen Platz, und zu Anfang vielleicht etwas Geduld bis Ihr Euch wirklich darauf einlassen könnt.

  • Sucht Euch einen für Euch angenehmen Platz und setzt Euch ganz locker hin. Wer möchte kann sich auch hinlegen. Vielleicht müsst Ihr einfach ausprobieren was für Euch am besten funktioniert.
  • Wenn Ihr Euren Platz gefunden habt, dann beginnt damit das Ihr ganz bewusst mehrmals tief ein und ausatmet und schließt Eure Augen. Beginnt nun Geräusche um Euch herum wahrzunehmen. Hört ganz genau hin. Die Geräuschkulisse wird nach und nach verschwinden, aber es ist wichtig sie Euch bewusst zu machen, dann ist es einfacher sie loszulassen. Das mag komisch klingen, aber es funktioniert.
  • Nun beginnt Ihr auf Eure Atmung zu achten. Atmet möglichst ruhig und gleichmäßig, aber so das es sich für Euch ganz natürlich anfühlt. Atmet bewusste ein und aus.
  • Versucht an nichts bestimmtes zu denken. Ich weiß, das mag für viele der schwierigste Part sein.
  • Es ist nicht schlimm wenn Ihr es doch tut, wichtig ist nur es zu merken und die Gedanken ganz sanft wieder auf die Atmung zu lenken.
  • Wenn Ihr die Meditation beenden möchtet, dann kommt ganz langsam wieder zurück in Eure Umgebung. Nehmt die Geräusche wahr die Euch umgeben und öffnet langsam die Augen.

 

Die Atmung erinnert mich an Wellen oder das Rauschen von Wind in den Bäumen, so das meine Gedanken immer irgendwie bei Meer und Natur sind. So denke ich auch ganz unbewusst an verschiedene Farben, meist blau und grün. Diese beiden Farben und meine persönlichen Assoziationen sind sehr entspannend für mich. Ich denke oft an Wellen, die sich im Rhythmus meiner Atmung bewegen wenn ich meditiere.

Findet einfach etwas das Euch beruhigt, vielleicht Wind der durch ein Feld streicht oder auch ein warmer Sonnenaufgang.

Ihr könnt so lange meditieren wie Ihr möchtet. Ich habe z.B. mit 3 Minuten angefangen und meditiere nun immer zwischen 5 und 10 Minuten.

 

Ein zusätzlicher Entspannungsfaktor kann Infrarotlicht sein. Mir tut das sehr gut, darum wende ich das Infrarotlicht gern in Kombination mit der Meditation an.

Infrarotlicht wird z.B. in der Rheumatherapie eingesetzt oder auch bei Erkältungskrankheiten und Verspannungen. Für mich ist es einfach eine sehr angenehme Wärme, fast so als säße man gemütlich in der Sonne. Dadurch hilft sie mir sehr mich zu entspannen.

Was viele von Euch vielleicht nicht wissen ist, das Infrarotlicht auch in der Kosmetik eingesetzt wird. Es kann die Kollagenbildung unterstützen und die Aufnahme von Pflegestoffen wird verbessert. Das Infrarotlicht wende ich momentan 1 mal die Woche an, in Kombination mit Wildrosenöl (wie sollte es anders sein) zur Hautpflege. Ich massiere das Öl in meine gereinigte Gesichtshaut ein, setzte mich auf meinen Meditationsplatz und platziere die Lampe so das sie sanft auf mein Gesicht scheint. Das ist so schön!

Gönnt Euch diese Zeit, sie ist wirklich sehr wertvoll.

Ein Tipp noch zum Thema Infrarotlicht: Haltet Euch an den vom Hersteller vorgegebenen einzuhaltenden Abstand zwischen Lampe und Körper/Gesicht. Bei falscher Anwendung kann das Licht der Haut nämlich durchaus schaden.

Verfasst von

Storyteller. Traveler. Nature Lover.

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