Die Schweiz – zwischen atemberaubender Natur und Pelzen

Wer gern wandern geht und und ein echter Naturliebhaber ist, für den ist die Schweiz ein tolles und reizvolles Reiseziel. Wunderschöne Berglandschaften, kristallklare Seen. Von Wandern, über Skifahren bis hin zu diversen Wassersportarten wird einem alles geboten was das Outdoor-Herz begehrt. Ob Gletscher oder das Matterhorn (der Name klingt zwar irgendwie uncool aber das Matterhorn kann durchaus mithalten unter den Großen), die italienische Schweiz mit ihren Palmen oder eine echte Metropole wie Zürich, die Schweiz ist unheimlich vielseitig.

Ich war mittlerweile drei Mal in der Schweiz und ich muss sagen, ich habe sie ein bisschen unterschätzt bzw. ich habe nicht differenziert.

Es gibt Zürich und es gibt die Schweiz.

Zürich ist sehr speziell. Meine Freundin nennt es „posh“, ich würde eher versnobbt sagen.

Versteht mich nicht falsch, Zürich ist eine wunderschöne Stadt. Man kann wunderbar an der Limmat spazieren gehen, bis hin zum traumhaften Zürichsee, oder sich durch die süßen kleinen Gassen der Altstadt schlängeln. Doch Zürich ist auch eine der teuersten Städte der Welt, das darf man nicht vergessen. Das sieht man an jeder Ecke. Einwohner sowie Touristen legen viel Wert auf ihre Marken, man zeigt das man Geld hat.

Für ein einfaches Essen und ein Getränk in einem kleinen Restaurant ist man schnell 30-35 Franken pro Person los (je nach Kurs ca. 32 Eur). Alternativ kann man sich natürlich auch einen leckeren Snack im Supermarkt kaufen und sich direkt an den Zürichsee oder die Limmat setzen, doch auch die Supermarktpreise sind höher als bei uns. Trotzdem kann man es sich selbst mit einem kleinen Budget sehr schön machen in Zürich.

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Zürich – Lindenhof
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Zürich – Altstadt
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Blick auf die Limmat

Das haben wir gerade vorletztes Wochenende getan. Der Herbst hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Wir hatten strahlenden Sonnenschein bei 22 Grad, also eher frühlingshafte Temperaturen. Dennoch trugen viele Leute in der Züricher Innenstadt Pelz. Echtpelz!

Ich muss zugeben, ich bin da wirklich sehr sensibel. Wenn ich jemanden in einer Pelzjacke sehe raste ich innerlich vollkommen aus. In den Schaufenstern der Schickimicki-Läden gibt es nichts anderes als Pelze und Leder und die Leute kaufen es und präsentieren die Sachen natürlich auch sofort auf ihrem Stadtbummel. Natürlich wird auch in anderen Städten und Ländern Pelz getragen, aber in Zürich ist das doch sehr gebündelt. Als ich das erste Mal in Zürich war, war das im Winter. Das ist einige Jahre her und damals hatten Pelze bei uns noch kein Revival so wie in den letzten beiden Jahren. Ich war den Anblick also nicht wirklich gewöhnt und dachte bis dato auch, dass das Tragen von Pelzen eher rückläufig wäre. Leider ist dem ja nicht so und in der Schweiz schon gar nicht. Ich war (und bin es eigentlich immer noch) ziemlich schockiert und angewidert. Wenn es Euch also ähnlich geht wie mir würde ich Euch empfehlen Zürich im Winter zu meiden.

Was mir allerdings gut gefallen hat ist, dass es eine große Anti-Pelz-Bewegung in Zürich gibt und Demos geplant sind.

Außerdem gibt es in Zürich eine große alternative Szene, was ich auch sehr sympathisch finde.

Zürich ist zudem ein guter Ausgangspunkt um die Schweiz zu erkunden, und das sollte man unbedingt. Wie schon gesagt ist Zürich sehr speziell und spiegelt meiner Meinung nach keinesfalls die Schweiz wieder. Man kann traumhafte Wanderungen in der Züricher Umgebung machen, oder auch 1-2 Stündchen mit dem Zug rausfahren und etwas alpinere Wanderungen unternehmen. Da die Schweiz ein eher kleines Land ist kann man in kurzer Zeit wirklich relativ viel sehen. Wir sind bei unserem letzten Besuch den Ammler Höhenweg gewandert. Das ist eine der leichteren Wanderungen (ca. 8,4 km / 2:45 h) mit ganz tollen Ausblicken. Wer möchte kann die Wanderung auch ausweiten. Wir hatten wie gesagt irre Glück mit dem Wetter und jetzt im Herbst sah alles wirklich noch schöner aus durch die tollen Farben!

Ammler Höhenweg
Ammler Höhenweg

In ca. 3 Stunden (mit Zug und Bus) kann man ins Tessin fahren, in die italienische Schweiz. Dort erlebt man wieder ein ganz anderes Flair. Im Sommer habe ich einige Tage in Ascona verbracht. Auch wenn Ascona mehr den Ruf eines wohlhabenden Rentner-Kurortes hat, habe ich mich dort dennoch wohl gefühlt. Klar gibt es auch hier viele Schickimicki-Geschäfte, aber ansonsten sind die Bars und Lokale wirklich deutlich günstiger als in Zürich. Wir hatten sogar das Glück das in einer Bar direkt am Hafen ein Gratis-Buffet angeboten wurde. Heißt also man bestellt ein Getränk und darf sich – ohne Einschränkung – am Buffet bedienen. Das war echt klasse, das kannte ich so gar nicht.

Auch hier kann man viele tolle Wanderungen machen, wir sind allerdings mit dem Schiff auf die Brissago-Inseln gefahren. Dort gibt es einen zauberhaft angelegten botanischen Garten.

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Blick auf den Hafen von Ascona
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Isole di Brissago

Es gibt wirklich viele fantastische Ecken und ich werde sicher noch öfter in die Schweiz fliegen um alle zu entdecken, nur mit Zürich stehe ich ein bisschen auf Kriegsfuß.

Verfasst von

Storyteller. Traveler. Nature Lover.

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