Brotbacken leichtgemacht

Esst Ihr auch so gern Brot wie ich? Ich liebe Brot. Es ist – neben Kartoffeln – mein liebstes comfort food. Und was ist besser als frisch gebackenes Brot aus dem eigenen Ofen? Ihr könnt das Brot kreieren das Ihr schon immer essen wolltet aber nie im Geschäft oder beim Bäcker gefunden habt. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Grundrezept ist super easy und Ihr könnt absolut nichts falsch machen wenn Ihr es Eurem persönlichen Geschmack anpasst. Warum erwähne ich das extra? Weil ich mich unheimlich schwer damit tue, mich exakt an Rezeptvorgaben zu halten. Ich denke mir immer, ach ein bisschen mehr oder weniger hiervon oder davon kann doch nicht schaden, doch bei vielen Rezepten tut es das leider.

Ich mag einfache Rezepte bei denen man ganz frei sein kann, und das ist beim Brotbacken tatsächlich der Fall (außer vielleicht wenn man einen Sauerteig ansetzt? Das habe ich noch nicht ausprobiert).

Ein weiterer Vorteil wenn Ihr selbst backt ist, dass Ihr genau wisst was in Eurem Brot drinsteckt. Kein versteckter Zucker oder irgendwelche fragwürdigen weichmachenden Enzyme, keine Allergene oder Spuren von tierischen Lebensmitteln (solltet Ihr vegan leben.) Im Normalfall ist klassisches Brot immer vegan, doch heute, bei dem ganzen industriellen Gepansche weiß man nie so genau ob nicht doch irgendwelche Substanzen tierischen Ursprungs in Lebensmitteln landen in denen sie gar nichts zu suchen haben.

Das Grundrezept sieht folgendermaßen aus (für eine Standardkastenform 30x11x7 cm):

500 Gramm Mehl
1 Päckchen Trockenbackhefe
1 Esslöffel Salz
300 ml Wasser

Ich mische meine Mehle meist mit glutenfreien Mehlen, wie Kichererbsenmehl oder Buchweizenmehl, das ist aber selbstverständlich kein Muss. Ihr könnt auch nur Kichererbsenmehl oder Buchweizenmehl verwenden, dann benötigt Ihr aber weniger Wasser, da diese Mehle feiner sind. Wenn Ihr beispielsweise Weizenvollkornmehl oder Dinkelvollkornmehl verwendet benötigt Ihr tendenziell etwas mehr Wasser, denn die Vollkornmehle sind gröber als die anderen.

Ich möchte Euch hier meine beiden Lieblingsrezepte vorstellen, einmal ein Leinsamen-Vollkornbrot und einmal ein Süßkartoffelbrot.

Leinsamenbrot

300 Gramm Dinkelvollkornmehl oder Weizen(vollkorn)mehl – je nach Eurem Geschmack
200 Gramm Buchweizenmehl
ca. 150 Gramm Leinsamen
300-400 ml Wasser
1 Esslöffel Salz
1 Päckchen Trockenbackhefe
optional Kürbiskerne, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne oder was Ihr sonst gern mögt

Los geht’s mit den Leinsamen, da diese noch ein Weilchen quellen müssen. Dazu müsst Ihr einfach die Leinsamen in ein Gefäß mit 300 ml Wasser geben und das Ganze eine gute Stunde stehen lassen. In der Zwischenzeit könnt Ihr den Rest vorbereiten. Gebt das Mehl zusammen mit der Hefe, dem Salz und den Kernen in eine große Schüssel und vermengt schon einmal alles ein bisschen. Wenn die Leinsamen „fertig“ sind gebt Ihr sie zu Eurer Mehlmischung dazu und verarbeitet alles zu einem glatten Teig. Ich nehme dazu einfach einen Esslöffel, Ihr könnt aber genauso gut Eure Hände nehmen wenn Ihr mögt. Beim Vermengen merkt Ihr dann auch ob der Teig noch etwas mehr Wasser benötigt. Erfahrungsgemäß sind das bei mir meist noch ca. 100 ml. Falls Ihr Euch hier mit der Dosierung vertut ist das absolut kein Problem, dann gebt Ihr einfach ein wenig mehr Mehl nach. Der Teig sollte nicht zu flüssig sein und in etwa so aussehen:

 

 

Dann deckt Ihr den Teig mit einem sauberen Geschirrtuch ab und stellt ihn für ca. 30-40 Minuten in den Backofen bei max. 50 Grad. Er sollte seine Größe in etwa verdoppeln. Das hängt allerdings auch damit zusammen welches Mehl Ihr nutzt, also keine Sorge wenn er nicht komplett aufgeht, das macht nichts.

Danach nehmt Ihr Euch die Backform zur Hand. Diese könnt Ihr entweder mit einem Pflanzenöl (z.B. Kokosöl) einfetten oder mit Backpapier auslegen. Nun füllt Ihr den Teig hinein und drückt ihn in Form. Ihr könnt die Teigoberfläche mit einem Messer einschneiden, das ist aber eher für die Optik und kein Muss. Allerdings wird das Brot sonst an der einen oder anderen Stelle aufreißen während es backt, aber ich mag diesen zufälligen Look.

Dann ab mit Eurem Brot in den Ofen und bei 200 Grad ca. 35 Minuten backen, rausholen, abkühlen lassen und genießen.

 

Süßkartoffelbrot

300 Gramm Dinkelvollkornmehl oder Weizen(vollkorn)mehl – je nach Eurem Geschmack
200 Gramm Kichererbsenmehl
ca. 5 mittelgroße Süßkartoffeln
ca. 5 Esslöffel Pflanzenmilch (Soja/Mandel/Hafer)
ca. 100 ml Wasser
1 Esslöffel Salz
1 Päckchen Trockenbackhefe
optional Kürbiskerne, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne oder was Ihr sonst gern mögt

Los geht’s hier mit den Süßkartoffeln. Diese müsst Ihr schälen, kleinschneiden und in einen Topf geben. Dann ein wenig Wasser dazugeben (so das die Kartoffeln gerade bedeckt sind) und weich kochen. Zwischendurch einfach mal in eine Kartoffel piksen um zu sehen wie weit sie sind. Während die Süßis köcheln könnt Ihr die trockenen Zutaten schon einmal zusammen mixen. Also wieder die Mehle, die Hefe, das Salz und die Kerne in einer Schüssel grob vermengen. Wenn die Kartoffeln fertig sind, gießt Ihr das Wasser ab und lasst sie einen Moment abkühlen. Dann könnt Ihr die Kartoffeln zusammen mit der Pflanzenmilch entweder in einem Mixer oder mit einem Mixstab zu einem cremigen Brei verarbeiten und schließlich den Kartoffelbrei mit dem Mehlmix zu einem Teig verarbeiten. Der wandert dann wieder abgedeckt für ca. 30 Minuten bei 50 Grad in den Ofen. Danach das Brot in der Kastenform bei 200 Grad ca. 35 Minuten backen – und fertig.

Ihr könnt jetzt im Herbst statt der Süßkartoffeln auch Kürbis nehmen, das schmeckt total lecker, oder Ihr mixt Kürbis und Süßkartoffel.

Lasst mich gern wissen welche Kreationen Euch einfallen und welches Brot Ihr am liebsten backt.

Verfasst von

Storyteller. Traveler. Nature Lover.

4 Kommentare zu „Brotbacken leichtgemacht

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