Multi-Use Beautyprodukte – 100% natürlich

Wenn man sich durch den Dschungel an Beautyprodukten schlägt kommt man an einigen Inhaltsstoffen nicht vorbei wie z.B. Sheabutter, Hamamelis, oder Kokosöl, um nur einige zu nennen. All diese Rohstoffe finden in Cremes oder Gesichtswasser, in Shampoos oder Haarkuren Anwendung, und das ist auch gut so denn sie alle haben wunderbare Eigenschaften. Wenn man sich dann aber die Inhaltsstoffe der Produkte genau durchliest, dann merkt man schnell das diese nur einen Bruchteil davon ausmachen. Sie sind nicht selten sogar als letzter oder vorletzter Inhaltsstoff genannt, mitunter auch bei einigen Naturkosmetikprodukten. Wenn wir uns als Beispiel einmal eine herkömmliche Gesichtscreme ansehen, dann besteht sie zu einem Großteil aus Wasser, Glycerin (also Alkohol), Ölen oder Butter, Emulgatoren und Parfum. Um Öle und Wasser zu vermischen werden häufig synthetische Emulgatoren eingesetzt, sogenannte Polyethylenglykole (PEGs) und PEG-Derivate wie Copolyol oder Polyglykol. Ausgangsstoff dieser PEGs ist ein Erdölderivat, das Ethylenoxid. Es gilt als potentiell erbgutschädigend und krebserregnd, da muss man erstmal schlucken, oder? Das ist ziemlich besorgniserregend. Ok, aber selbst wenn wir hier nicht vom Schlimmsten ausgehen, so haben diese PEGs auch noch andere unschöne Nebeneffekte. Emulgatoren binden nämlich nicht nur das Fett in den Cremes, sondern auch auf unserer Haut und so wird die natürliche Hautbarriere geschwächt. Unsere Haut trocknet aus und die geschwächte Barriere, welche ja ein natürlicher Schutz unserer Haut ist, macht sie anfälliger für Bakterien. Folgen davon können Allergien, unreine Haut oder sogar Neurodermitis sein.

Das Gute ist, wenn ihr zu Naturkosmetik greift umgeht Ihr den Risikofaktor PEG schon einmal ganz sicher, auch Parabene und Silikone sind in zertifizierter Naturkosmetik nicht enthalten.

Aber warum nicht einfach die reinen Rohstoffe nutzen anstatt Cremes aus Wasser und Alkohol? Je mehr ich über Sheabutter & Co. las, desto mehr war ich von der Idee angetan pure Sheabutter ausprobieren oder auch ein Hammamelisdestillat anstatt eines Gesichtswassers aus der Drogerie. Da ich bereits seit einiger Zeit die Oil Cleasing Method angewendet und auch mit purem Bio-Kokosöl gute Erfahrungen gemacht hatte entschied ich mich beim Händler meines Vertrauens Butter und Destillate zu bestellen. Ich möchte Euch hier meine absoluten Favoriten vorstellen.

Als erstes möchte ich den Klassiker Kokosöl erwähnen, ein absolutes Allround-Talent. Ihr könnt es zum Kochen, Backen oder für Smoothies nutzen, denn es ist gesund und hat eine antibakterielle Wirkung. Diese kommt auch zum Tragen wenn man Kokosöl in der Hautpflege verwendet. Ich selbst nutze es zum Entfernen von Augen-Make-up und als Bodylotion. Es wirkt außerdem als leichter Sonnenschutz, als Mückenschutz (auch wenn man bereits einen Mückenstich hat so lindert es den Juckreiz), und es hilft bei Akne, Neurodermitis und Schuppenflechten und kann sogar als Deo verwendet werden.

Ein weiterer Schatz in meiner Sammlung sind die Sheabutter und die Cupuacu-Butter. Sheabutter wird aus den Früchten des Karité-Baumes gewonnen, der in Afrika wächst. Dort wird sie bereits seit Jahrhunderten als Creme genutzt, als Schutz vor Wind und Wetter.

Sheabutter ist sehr fett und daher besonders gut für trockene Haut geeignet. Ich nutze sie als Nachtcreme, da sie mir als Tagespflege wirklich zu schwer ist. Ihre Konsistenz ist etwas gewöhnungsbedürftig, sie wirkt fast ein bisschen krümelig aber wenn Ihr sie erst in den Händen verreibt schmilzt sie und Ihr könnt sie auftragen wie jede andere Creme oder Öl. Was macht sie nun aber zu einem wirklichen Star? Abgesehen davon das sie dezent nussig und schokoladig riecht (Hallo? Ein Träumchen, oder? Und das ganz ohne künstliche Duftstoffe!) hilft sie bei vielerlei Hautproblemen, wie trockener Haut, Neurodermitis, bei Narben, Sonnenbrand, und sie ist super für die Wundheilung, denn sie wirkt antibakteriell. Ich muss hier kurz abschweifen: Ich vermute Ihr seid wie ich mit der guten alten Bepanthen Wund- und Heilsalbe aufgewachsen, die hilft ja schließlich beim Allem (das haben meine Eltern immer gesagt). Doch wenn man einmal nachliest, dass sie in erster Linie aus Erdöl und Wachs besteht und von der Firma Bayer hergestellt wird dann sollte man am Besten die Finger davon lassen, vor allem wenn es so tolle, günstige, natürliche und wirkungsvolle Alternativen gibt wie die Sheabutter.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Sheabutter wirkt auch super gegen trockene Haare oder Spliss, Man kann sie entweder vor dem Haarewaschen als Kur nutzen und sie dann mit Shampoo ausspülen oder sie einfach in die trockenen Haarspitzen einmassieren. Allerdings muss man mit der Dosierung vorsichtig sein, vor allem wenn man feines Haar hat, so wie ich. Aber mit ein bisschen Übung hat man das schnell raus.

Sheabuer und Cupuacu-Butter
Rechts seht Ihr die Sheabutter, links die Cupuacu-Butter

Als Tagescreme nutze ich die Cupuacu-Butter, denn sie ist leichter als die Sheabutter. Entdeckt habe ich sie ganz zufällig als ich Sheabutter gekauft habe, und ich muss zugeben ich hatte noch nie zuvor von ihr gehört. Die Cupuacu-Pflanze kommt ursprünglich aus Brasilien. Aus den Samen der Pflanze wird die Butter gewonnen, die vor allem als Heilsalbe eingesetzt wird, da sie antibakteriell wirkt und Entzündungen innerhalb kürzester Zeit eindämmt. Außerdem bindet sie Feuchtigkeit, sie unterstützt die Erneuerung der Hautbarriere, sie beruhigt die Haut und reduziert sogar Rötungen. Auch sie wirkt als leichtes Sonnenschutzmittel und ist ein echter Geheimtipp in der Haarpflege, denn sie verbessert grundlegend die Reißfestigkeit der Haare. Auftragen kann man sie genauso wie die Sheabutter, als Kur oder als Haarspitzenfluid.

Ich würde nicht sagen das ich sehr trockene Haut habe und dennoch ist die Cupuacu-Butter perfekt für mich. Sie riecht wie Zartbitterschokolade und hat eine feste, körnige Konsistenz. Bei Körperwärme schmilzt sie aber und lässt sich sehr einfach auftragen. Bei beiden Buttern sollte aber unbedingt darauf geachtet werden das sie unraffiniert sind, damit all die tollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Als Gesichtswasser nutze ich ein Hamameliswasser. Hamamelis, auch Zaubernuss genannt (total süß, wie aus einem Märchen, oder?) ist in erster Linie dafür bekannt das sie entzündungshemmend, beruhigend und antioxidativ (sie schützt also vor freien Radikalen, die den Hautalterungsprozess beschleunigen können) wirkt. Ich finde das Wasser riecht ein bisschen nach Kräutertee, aber absolut nicht unangenehm. Ich mag allerdings Kräutertees auch super gern. Der Geruch verfliegt in Sekundenschnelle und bei der genialen Wirkung ist der Duft meiner Meinung nach auch zweitrangig. Im letzten Urlaub habe ich das Destillat auch auf meinen Sonnenbrand aufgetragen, das hat super und schnell geholfen.

Zum Schluss möchte ich hier noch das Rosenwasser erwähnen, welches man auch wunderbar als Gesichtswasser, als Make-up Setting-Spray oder einfach zur Erfrischung nutzen kann. Es wirkt antibakteriell, neutralisiert Rötungen, wirkt leicht mattierend und spendet Feuchtigkeit. Außerdem riecht es einfach fantastisch.

Also, traut Euch ruhig das eine oder andere Naturprodukt auszuprobieren, Eure Haut wird es Euch danken.

 

 

 

Verfasst von

Storyteller. Traveler. Nature Lover.

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