Oil Cleansing Method – 100% natürliche Gesichtsreinigung

Die Oil Cleansing Method (OCM) ist alles andere als neu, doch ich bin erst durch die bezaubernde YouTuberin Sarah Nagel auf sie gestoßen. Sarahs Youtubekanal (holistichabits) solltet Ihr unbedingt einmal anschauen wenn Ihr Euch für natürliche Beautyprodukte und eine nachhaltige Lebensweise interessiert.

Seit der Pubertät wurde mir eingetrichtert das ich fettige bzw. Mischhaut habe. In der allseits unliebsamen T-Zone fanden sich allerlei Unreinheiten wieder, mal mehr mal weniger und meine Haut glänzte deutlich, also dachte ich mir auch, ja, du hast fettige Haut, eindeutig. Jahrelang habe ich also munter durch die Bank weg die vielen Produkte gegen fettige, unreine Haut benutzt die der Markt so hergibt, und er gibt wirklich unendlich viele Produkte her. Auch in meinen 20ern hatte ich nach wie vor mit Unreinheiten zu kämpfen, überwiegend mit Mitessern, schwarzen und weißen, besonders am Kinn. Es ist nicht so das meine Haut in einem furchtbaren Zustand war, aber diese Unebenheiten und Pickelchen haben mich schon sehr gestört. Nun ist die Beauty-Industrie ein Mega-Geschäft, man wird regelrecht erstickt in Werbung. Alle versprechen wunderbare Dinge und wir glauben die Slogans nur zu gern, natürlich weil wir den Traum von der makellosen Haut noch nicht aufgegeben haben.

Was ist nun aber das Problem mit den herkömmlichen Beauty-Produkten? Abgesehen von den oft zweifelhaften (mitunter sogar krebserregenden) Inhaltsstoffen bekämpfen sie selten die Ursachen unserer Hautprobleme.

Ich habe in der Vergangenheit immer zu Produkten für fettige Haut gegriffen. Diese Produkte entziehen der Haut jedoch Feuchtigkeit und Öl, was die Haut wiederum dazu zwingt mehr und mehr Öl zu produzieren, um diesen Verlust auszugleichen. Das ist eigentlich genau das was wir nicht möchten, ein Teufelskreis sozusagen. Je mehr Öl wir unserer Haut entziehen, desto mehr produziert sie. Doch wie soll Öl uns nun dabei helfen diesen Teufelskreis zu durchbrechen?

Der Gedanke Öl auf meine fettige Haut aufzutragen war zu Anfang ziemlich irritierend. In meinem Kopf spulten sich schon Horrorszenarien ab von fiesen Pickeln die ich durch das Öl bekommen würde und es hat eine Weile gedauert bis ich dem Ganzen eine Chance gab. Ich habe ganz vorsichtig angefangen Kokosöl zu benutzen. Kokosöl nutze ich seit einiger Zeit nicht nur Kochen, sondern auch für die Haare und als Bodylotion, aber meinem Gesicht durfte es nicht zu nahe kommen. Ich habe also erstmal angefangen mein Augen-Make-up mit Kokosöl zu entfernen und nachdem ich feststellte das dies super funktionierte und meiner Haut nicht schadete (ganz im Gegenteil) habe ich ganz mutig meine Nachtcreme einige Wochen lang durch Kokosöl ersetzt. Nach einiger Zeit fiel mir auf das meine Haut sehr trocken wurde. Das hat mich total überrascht, dachte ich doch immer bei Öl könnte das nicht passieren. Ich stieg also wieder um auf meine Naturkosmetik-Nachtpflege doch mit diesem Wissen traute ich mich dann endlich an die OCM heran. Was Sarah in ihrem Video sagt klingt außerdem ganz logisch: Öl zieht Öl an (man sagt doch auch gleich und gleich gesellt sich gern).

Der wichtigste Bestandteil bei der OCM ist Rizinusöl. Rizinusöl ist erstaunlich vielseitig. Ich kannte es bislang nur aus Erzählungen meiner Oma als Abführmittel, es ist aber offensichtlich auch ein echter Geheimtipp für die Hautpflege. Wichtig ist hier allerdings das es kaltgepresst ist, damit all seine wunderbaren Inhaltsstoffe nicht verlorengehen. Die ungesättigten Fettsäuren des Öls dringen tief in die Haut ein und unterstützen die Kollagenbildung. Außerdem entspannt es Narbengewebe (z.B. auch bei Aknenarben). Es ist leicht dickflüssig und geruchslos und sollte unbedingt mit anderen Ölen gemischt werden da es durch seine stark reinigenden Eigenschaften sehr austrocknend wirken kann. Wer also trockene Haut hat sollte nur wenig Rizinusöl verwenden. Zum Mischen bieten sich zum Beispiel Jojobaöl, Sonnenblumenöl oder Sesamöl an. Ich habe bislang Jojobaöl und Wildrosenöl in meiner Mischung ausprobiert. Bei allen Ölen sollte immer die kaltgepresste Bio-Variane gewählt werden, wenn möglich. Eine gute Qualität des Öls ist wirklich wichtig, sonst kann Eure Haut tatsächlich unangenehm reagieren, aber keine Sorge, dafür müsst Ihr kein Vermögen ausgeben.

Jojobaöl ist reich an Vitamin E und schützt somit vor vorzeitiger Hautalterung. Außerdem unterstützt es die natürliche Schutzbarriere der Haut (absolut fantastisch und heute, bei den ganzen Umweltgiften die durch die Luft schwirren, wichtiger denn je!). Wildrosenöl ist ebenfalls ein kleiner Superstar unter den Ölen. Es soll gegen Mitesser helfen (perfekt also für mich), die Kollagenproduktion wird angekurbelt, es revitalisiert und hilft bei der Regeneration von Narben. Wer mag kann noch ein drittes Öl nehmen, das ist aber absolut kein Muss. Rizinus- und Jojoba- bzw. Wildrosenöl ergeben zusammen ein wunderbares Renigungsöl. Ich nehme allerdings gern noch etwas Sanddornkernöl oder Tamanuöl dazu. Sanddornkernöl ist gewissermaßen ein Alleskönner. Es beruhigt und schützt die Haut, indem die hauteigene Schutzfunktion gestärkt wird. Das Tamanuöl wiederum ist besonders bei unreiner Haut zu empfehlen. Man kann es z.B. auch direkt auf ein Pickelchen tupfen, das wirkt Wunder. Innerhalb weniger Tage ist er verschwunden (und das ganz ohne Chemie).

Die beiden Ölmischungen die ich bislang ausprobiert habe setzen sich wie folgt zusammen:

Variante 1:

ca. 30% Rizinusöl

ca. 50 % Jojobaöl

ca. 20% Sanddornkernöl

 

Variante 2:

ca. 30% Rizinusöl

ca. 60 % Wildrosenöl

ca. 10% Tamanuöl

thecatcus ocm2

 

Ich mische die Öle in einem Pumpspender. Die kann man in der Drogerie für wenig Geld kaufen.

Ich benutze die OCM nur abends zur Gesichtsreinigung. Morgens reicht mir ein natürliches Gesichtswasser. Die Anwendung ist super easy. Ich nehme 2-3 Pumpstöße und verreibe das Öl in meinen gewaschenen Händen. Dann massiere ich es sanft ein. (Die Augenpartie lasse ich aus denn mein Augen-Make-up entferne ich ja mit Kokosöl). Um das Öl zu entfernen nehme ich einen frisch gewaschenen Waschlappen und halte ihn unter warmes Wasser. Ich wringe ihn aus und drücke den Waschlappen sanft auf mein Gesicht. Der warme Dampf löst das Öl und alle Schmutz- und Make-up-Partikel aus der Haut. Ich wiederhole den Vorgang noch einmal und reibe dann mehrmals den Waschlappen über mein Gesicht. Und Voila, fertig ist das perfekt gereinigte Gesicht. Danach könnt Ihr Eurer Gesichtswasser, Euer Serum oder Eure Nachtcreme wie gewohnt verwenden.

Wahrscheinlich braucht es eine Weile bis sich Eure Haut an diese Art der Reinigung gewöhnt hat, aber es lohnt sich. Ich nutze die OCM jetzt seit mehreren Monaten und bin vollkommen begeistert. Nicht nur das meine Poren deutlich kleiner geworden sind, ich wurde auch schon mehrfach angesprochen auf meine Haut, denn sie sieht deutlich gesünder aus.

Abgesehen von den tollen Ergebnissen ist es einfach genial das man zu 100% natürliche Stoffe verwendet. Hier muss man keine Angst vor fragwürdigen Inhaltsstoffen haben oder sich Gedanken machen wie und wo produziert wird, oder ob Inhaltsstoffe nicht doch vor Jahren mal an Tieren getestet wurden.

Ich bestelle alle meine Öle bei Dragonspice (Dragonspice). Ich kann diese Produkte wirklich guten Gewissens weiterempfehlen, nicht nur die Öle, auch die Destillate und die ätherischen Öle.

Verfasst von

Storyteller. Traveler. Nature Lover.

2 Kommentare zu „Oil Cleansing Method – 100% natürliche Gesichtsreinigung

  1. Kosmetikprodukte selber herstellen ist so einfach und kann so wirkungsvoll sein 🙂
    Ich habe z.B. Ein Gesichtswasser aus Teebaumöl und Wasser (3 Tropfen auf 30 ml Wasser) und ein Peeling aus grobem Meersalz, Honig und Olivenöl (alles zu gleichen Teilen gemischt). Das Teebaumöl wirkt antibakteriell und ist daher gerade bei unreiner Haut super, kann die Haut allerdings auch austrocknen. Daher sollte es unbedingt mit Wasser gemischt und nicht pur angewendet werden. Nach dem Peeling ist die Haut super glatt und zugleich durch das Olivenöl gepflegt.
    Beides hält sich luftdicht verschlossen mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate 🙂

    Gefällt 1 Person

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